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Nachrichten / Kultur
Proteste gegen Kürzungen der Hamburger Filmförderung
Foto: Ulrich Perrey dpa/lno
14.12.2004
(Hamburg/dpa) - Die Schauspieler Hark Bohm (v.l.), Sibel Kekilli, Justus von Dohnanyi, Peter Lohmeyer und Filmemacher Wim Wenders demonstrierten am Montag vor dem Hamburger Rathaus gegen die Kürzung der Filmförderung in Hamburg. Am gleichen Tag beginnen die Haushaltsgespräche in der Hamburger Bürgerschaft. Die Filmförderung soll um 1,5 Millionen Euro gekürzt werden.


(Hamburg/dpa) - Die Schauspieler Sibel Kekilli und Peter
Lohmeyer sowie Filmregisseur Wim Wenders haben am Montag gegen die geplante Kürzung der Hamburger Filmförderung protestiert. Vor dem
Rathaus verteilten sie Protestblätter und DVDs an die Abgeordneten
der Bürgerschaft. Ursprünglich sollte der Etat auf 3,5 Millionen Euro
im Jahr halbiert werden. Wegen heftiger Proteste springt die
Wirtschaftsbehörde mit 2,0 Millionen Euro ein. Um die restliche
Kürzung geht es von Montag an in der Haushaltsdebatte.

Rund 70 Schauspieler und Filmproduzenten suchten das Gespräch mit
den Abgeordneten der Bürgerschaft vor dem Beginn der Debatte. Der
Film gehöre in Hamburg mit über 1000 Firmen und mehr als 9300
Beschäftigten zu den wichtigsten Arbeitgebern im Medienbereich, sagte
eine Produzentin. Das Jahr 2004 beweise mit vielen renommierten
Preisen - unter anderem der erst am Samstag in Barcelona an Fatih
Akin vergebene Europäische Filmpreis für den besten europäischen Film
des Jahres («Gegen die Wand») - den hohen Standard der hiesigen
Filmproduktion, hieß es.

«Die Stadt Hamburg ist doch nicht pleite, die Gelder müssen nur
richtig verteilt werden», sagte Schauspieler Peter Lohmeyer («Das
Wunder von Bern»). Er befürchte wegen der geplanten Kürzungen einen
Imageverlust für die Stadt. Filmregisseur Wim Wenders sieht die
«Grundlage meiner Arbeit entzogen». Und Schauspielerin Sibel Kekilli
(«Gegen die Wand») beklagte bereits den Wegzug prominenter Kollegen
und Produzenten.

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